KREATIV

BIld K. Wetzel

Dies ist ein Herbsttag …

(Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!

Die Luft ist still, als atmete man kaum,

Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,

Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!

Dies ist die Lese, die sie selber hält,

Denn heute löst sich von den Zweigen nur,

Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Unter diesem Motto, fand heute am 01.10.2020 die Kreativgruppe nochmal im Garten der Eingliederungshilfe statt. Getreu dem Motto „Woran erinnern Sie Sich, wenn die letzten warmen Tage des Jahres da sind?“ bringen die Klienten in der Kreativgruppe, die 1x wöchentlich im Umfang von 2 Stunden stattfindet, ihre Gedanken in den unterschiedlichsten Arten ihrer Kreativität zum Ausdruck. Hier also mal ein paar Inspirationen: ob es eine Stickerei eines Kanus auf einem Fluss im Wald ist, die Erinnerung an den letzten schönen Urlaub oder das Farbenspiel mit verschiedenen Formen, Mandala oder die Sichtweise auf einen goldenen Oktober.

Endlich dürfen wir wieder zusammen kochen und essen

Bild A. Behrmann

Durch die Corona-Pandemie waren die Treffen mit den Klienten aus unserer psychiatrischen Eingliederungshilfe für einige Wochen kaum möglich. Nun dürfen wir wieder, unter Einhaltung aller Bestimmungen, mit Klienten zusammen kochen und gemeinsam essen. Wir freuen uns, weil wir das sehr vermisst haben! Es werden neue Gerichte ausprobiert, zusammen eingekauft und viel gesprochen und gelacht. Ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität.

Eine neue / alte Art der Geselligkeit, erwacht aus dem Dornröschenschlaf.

Die Neue im Team der ambulanten psychiatrischen Eingliederungshilfe

Foto J. Anderson

Wenn ich mich einmal vorstellen darf… Silja L., die Neue im ape-Team. Frisch aus dem Studium der sozialen Arbeit und nach einer kurzen Erfahrung in Spanien in einer Kita, habe ich mich dazu entschlossen beim HSB anzufangen, um mit Menschen mit einer psychischen Erkrankung zu arbeiten.Vorher habe ich in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet und viele Freunde und ehemalige Kommilitonen/Kommilitoninnen haben mich gefragt, wieso ich den genau dort arbeiten möchte. “Ist das nicht anstrengend?” Die Antwort darauf ist: Ja, es kann anstrengend sein und das ist es öfters auch mal, aber darum geht es nicht in der Arbeit. Viel mehr, dass es Spaß macht. Es geht um die kleinen Momente, wenn man mit jemanden im Auto unterwegs ist und Scherze dabei macht; um die kleinen Erfolge, bei denen man sich mitfreut; oder dass der Jobcenter-Antrag endlich durchgewinkt wurde. Das sind die Momente, die die Arbeit ausmachen und die erst durch Arbeit entstehen. Deswegen freue ich mich beim HSB angefangen zu haben und mit meinem klasse Team aus Arbeitskollegen gemeinsam diese Momente zu erleben und gemeinsam zu arbeiten.

APE in Corona-Zeiten!!!

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Corona trifft psychisch Kranke auch ohne Infektion

Sie gehören zu jenen, die die Folgen der Corona Maßnahmen am deutlichsten spüren. Dabei sind Menschen mit psychischen Erkrankungen häufig schon unter normalen Umständen auf Hilfe und soziale Unterstützung angewiesen. In der aktuellen Lage verschärft sich ihre Situation dramatisch.

Vermutlich gibt es kaum jemanden ob krank oder gesund, der seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie nicht in irgendeinem Lebensbereich zurückstecken musste. Auch jetzt über ein halbes Jahr später hält das Corona Virus uns alle noch in Atem. Doch was ist mit jenen, die ohnehin im Alltag zu kämpfen haben?

Personen mit manifesten Depressionen oder Angststörungen leiden noch mehr als Gesunde unter dem Verlust sozialer Kontakte. Sie leben krankheitsbedingt bereits stärker zurückgezogen und sind häufig auf mühsam aufgebaute Routinen angewiesen.

Diese Routinen in Form von Gruppen, Begegnungsstättenbesuche, Selbsthilfegruppen etc., können wir in der APE aufgrund von Corona-Beschränkungen nicht mehr wie vor Corona bieten. Erschwert durch diese uns allen bekannten Beschränkungen nehmen Betroffene die Hilfen außerdem noch seltener als zuvor in Anspruch.

Ähnlich belastend ist die Lage für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Borderlinepatienten, deren Beziehungsmuster emotionaler und instabiler sind als die von Gesunden, reagieren sensibel auf Veränderungen und Belastungen. Die Betroffenen brauchen sichere Kontakte und viel Vertrauen, um in der Gesellschaft integriert leben zu können. Der Lockdown und dadurch bedingte Unterbrechungen der Psychotherapie machen dies fast unmöglich, was dysfunktionale Verhaltensmuster bei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen verstärkt. Hinzu kommt die Angst, Bezugspersonen durch COVID-19 zu verlieren. Patienten brechen Beziehungen ab und können in der Folge in eine Abwärtsspirale aus Drogenmissbrauch und Selbstverletzung geraten.

Wie funktioniert die Arbeit mit unseren Klienten? Wo genau der Betroffene Hilfe braucht, wird in einem Erstgespräch vereinbart. Die Hilfe richtet sich am Unterstützungsbedarf und den idividuellen  Zielen aus.

Die Hilfen können ganz praktisch sein, also Unterstützung bei der Haushaltsführung, Einkaufen, Medikamenteneinnahme, Arztbesuche. Es kann auch um entlastende Gespräche gehen oder um Unterstützung dabei, ein soziales und professionelles Netz aufzubauen oder aufrechtzuerhalten. Eigentlich alles, was der Betroffene sich wünscht und was er braucht, um seinen Alltag zu bewältigen und um psychisch stabil zu bleiben – oder um noch weitere Ziele (z.B. Arbeit, soziale Beziehungen) zu erreichen.

Unsere tägliche Arbeit liegt vor allem in der psychischen Stabilisierung unserer Klienten und Patienten.

Wir, die gesamte APE –Abteilung, können mit Stolz berichten, dass unsere Klienten bisher trotz der Corona-Umstände psychisch stabil geblieben sind.

Jippie yeah – Schrittweise Öffnung unserer Begegnungsstätte!

Wir, die Mitarbeiter und Klienten der Abteilung ape, haben uns sehr gefreut, von der BASFI die Info zu erhalten, dass wir unsere Begegnungsstätte nach einigen Wochen Corona bedingter Schließung endlich wieder schrittweise öffnen dürfen. Das setzen wir selbstverständlich sofort um. Nun können wieder einige Klienten gemeinsam mehrere Stunden zusammen verbringen und ab dieser Woche (!) bieten wir auch wieder eine soziale Beratung an. Es geht voran. Das fühlt sich für alle gut an. Wir hoffen, dass alle gesund bleiben und schnell weitere Schritte in Richtung Öffnung folgen können. Bis dahin nutzen wir die langsam wachsenden Möglichkeiten, die wir aktuell haben, wie beispielsweise in kleiner Runde gemeinsam in unserem schönen Garten das Wetter, den Kaffee und die Gespräche zu genießen.

Katharina Rensch

Tagespflege und Eingliederungshilfe werden digital!

Seit knapp 2 Jahren arbeiten unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Pflege mit den sogenannten MDE´s. MDE steht für mobile Datenerfassung. Alle für die Versorgung wichtigen Informationen sind auf diesem Gerät vorhanden. Kein lästiges Suchen nach Adressen (Navigation inklusive), nach Telefonnummern der Angehörigen oder nach den zuständigen Ärzten des Patienten – alles ist immer aktuell verfügbar. Die Leistungen können genauso wie die Pflegedokumentation direkt vor Ort bestätigt werden. Ob per Spracheingabe oder eintippen – der Bericht ist sofort geschrieben und erledigt.

Nun hat auch die Abteilung ape im Bereich der ambulanten psychiatrischen Pflege unsere MDE Geräte erhalten. In einer Schulung am 12.05.2020 wurden die betreffenden Mitarbeiter/innen von der Geschäftsführung und Daniela C. aus der Verwaltung (-vielen Dank nochmal bei Dir, liebe Daniela!-) in die Verwendung des MDE`s eingewiesen. Nun beginnt der Testbetrieb und durch die Erfahrung der Kollegen/innen aus der Pflege, die gerne unterstützen, werden auch diese Mitarbeiter/innen sich schnell an den Umgang mit den neuen MDE´s gewöhnen.

Weihnachtsfeier für die Klienten der ape

Am 18.12.2019 fand wieder die Weihnachtsfeier für die Klienten/innen der ape-Abteilung statt. “Jedes Jahr mal etwas anderes” war das Motto und so hatten einige Kollegen und Klienten ein Krippenspiel einstudiert und aufgeführt. Das Stück „Warum wir Weihnachten feiern“ war ein voller Erfolg und hat allen viel Freude bereitet. Es wurde auch gleich die neue Büromitarbeiterin Carmen miteingespannt. Mit ihrer tiefen Stimme hat sie den Weihnachtsengel gespielt und im Anschluss dem Weihnachtsmann geholfen, die Weihnachtspäckchen (Spende vom Hamburger Abendblatt) unter die 40 Gäste zu bringen.

Die APE-Abteilung wünscht allen Kollegen und Kolleginnen und allen Klienten  einen guten Start ins neue Jahr und vor allem Gesundheit.